Alexandra Böhmen berichtet von der Highland Secondary School - Comox (British Columbia / Kanada)

Kanada, British Columbia, Vancouver Island, Comox Valley, Comox. Für zehn Monate lebte ich, Alexandra Böhmen auf einer Insel in der Kleinstadt  Comox. Comox hat ca. 12000 Einwohner und war für mich als Stadtmensch somit natürlich was ganz anderes. Warum ich gerade diese Stadt gewählt habe liegt daran, dass sie eine halbe Stunde von einem Ski Ressource entfernt ist und besonders auch im Sommer mit Kajak, Kanu, Wandern etc. allerlei Programm bietet.

Gewohnt habe ich in einer sechsköpfigen Familie, von welcher allerdings meist nur die Hälfte zu Hause gelebt hat. Sie haben in einem großen Haus gewohnt und mich nett aufgenommen. Des Weiteren hatte ich jeweils eine mexikanische Gastschwester für ein halbes Jahr, was sehr schön war. Meine Familie hat viel gearbeitet, weswegen ich Trips eher mit dem internationalen Programm unternommen habe. Das Programm hat mir sehr gut gefallen. Wir sind nach Tofino, Vancouver, Horneby Island , Victoria, Nanaimo und Whistler gefahren. Die Kosten waren fair und wir hatten in einer großen Gruppe von Internationals viel Spaß. Ich dachte immer, die Essgewohnheiten der Kanadier würden den der USA-Amerikanern ähneln, wobei ich mich allerdings getäuscht habe. In meiner Gastfamilie gab es fast jeden Abend einen Salat und auch sonst gesundes Essen.

Unternehmungen habe ich am meisten mit meinen Freunden unternommen, welche ich zum größten Teil auf meiner Schule kennen gelernt habe. Meine Schule war die Highland Secondary und es hat mir gut gefallen. Anders als in Deutschland erlebst du viel mehr Schoolspirit durch Veranstaltungen und Clubs. Besonders gut gefallen hat es mir als Unterrichtsfach Kochen zu haben, Schmuck zu machen und in der Schulband zu spielen. Ich spiele die Posaune und habe zu Hause nicht so häufig die Motivation oder Zeit gefunden regelmäßig zu spielen. Durch die Band allerdings habe ich fast jeden Tag gespielt und auch mit der ganzen Gruppe einen fünf tägigen Trip durch Alberta gemacht. Gut gefallen hat mir ebenfalls das Sportprogramm. Die Schulen bieten Saison abhängig eine bestimmte Sportart an. Somit konnte ich über die zehn Monate Gras Hockey, Basketball und Fußball spielen sowie im Winter Skifahren. Auch mit dem Ski Team waren wir nochmal nach Whistler gefahren. Natürlich hatte ich in der Schule auch Fächer wie Biologie, Mathe und Geschichte, welche allerdings im Gegensatz zu Deutschland leicht zu bewältigen waren. Englisch konnte ich schnell gut verstehen, da die Kanadier nicht mit einem großen Dialekt sprechen. An meiner Schule waren recht viele Internationals, weswegen man wirklich einen Schritt auf die Kanadier zu machen musste, da man für sie nichts besonderes war. Wenn man das aber getan hat, waren sie sehr nett und ich habe sehr liebe Leute kennen gelernt.

Momente von Einsamkeit gab es natürlich auch, aber solange man immer ein gutes Programm hat, ist das kein Problem. Auch mit meiner Familie und Freunden zu skypen, Emails und Briefe zu schreiben hat mir es leichter gemacht. Ich bin sehr froh, ein Jahr nach Kanada gegangen zu sein und die Erfahrungen, die ich gemacht habe, sind unvergleichlich. Insgesamt war das Leben dort für mich natürlich durch nicht vorhandenen Schulstress entspannter und ich hatte einfach mal Zeit, mir Dinge bewusst zu machen und Neues kennen zu lernen.

Kanada ist ein sehr schönes Land, welches zu erkunden auf jeden Fall lohnt. Eine bunte Mischung von Menschen ist dort anzutreffen, doch schnell findet man jemanden, der einem gefällt. Und wer auch immer nach Kanada geht, sollte natürlich nicht vergessen, eine Kaffee bei Tim Hortons zu trinken….:)EH!

 
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