Daniela Novak berichtet aus Kelowna (British Columbia / Kanada)

Hallo ihr da draußen!

Ihr seid an einem Auslandsaufenthalt interessiert, wisst aber noch nicht genau wo, wie lange, und wie alles ablaufen wird? Vielleicht kann dieser Erfahrungsbericht euch ein wenig weiterhelfen und eventuell noch offen stehende fragen klären. ;)
Ich heiße Daniela, bin 16 Jahre alt und war 4 Monate (01.10. – 04.02.)  in British Columbia, Kanada. Auf die Idee, für einen längeren Zeitraum ins Ausland zu gehen, brachte mich ein Freund, der ein halbes Jahr in Australien war. Und dann habe ich mir überlegt: Wenn ich schonmal 4 Monate weggehe, sollte es schon weiter weg sein, vor allem irgendwo, wo man vielleicht nicht mehr so oft hinkommt.. Sobald ich dann einen Termin mit der Organisatorin aus Heidelberg von GIVE hatte, stand auch schon fest, wann es losgeht. Nur ca. acht Wochen später stand ich dann mit gepacktem Koffer am Flughafen, und ich habe mich total gefreut! Der Flug war total cool, außerdem sah man in Kanada dann nur noch Berge und Täler, u.a. die Rocky Mountains; die Landschaft ist einfach total beeindruckend!

Meine Gastfamilie (Dad, Mum, 2 Gastbrüder (11 & 16), Gastschwester (18)) hat mich am Flughafen total offen und nett empfangen, sogar die Kinder wurden früher aus der Schule abgeholt. Ich war auch froh, dass einer meiner drei Gastgeschwister zur selben Schule und sogar in dieselbe Jahrgangsstufe ging wie ich. Ich kam an einem Freitag dort an, und sollte am Montag direkt zur Schule, natürlich war ich aufgeregt, ich wurde jedoch die ersten zwei Tage mit dem Auto gefahren, um mich erst ein wenig einzugewöhnen. Außerdem begleitete mich mein Gastvater am ersten Tag zum ‚office‘, wo zuerst mein Stundenplan geregelt werden sollte. Die Vielfalt an den Schulfächern bzw. das komplette Schulsystem ist total anders gestaltet als das deutsche. Ich durfte mir vier Fächer ausssuchen, Mathe, Englisch, Kochen und Tanzen (am Ende des Semesters gab es sogar eine Aufführung), wovon man jedoch nur zwei pro Tag hatte – ein Fach Vormittags (natürlich mit einer Pause), und das zweite Fach am Nachmittag, nach dem ‚lunch‘.  Man hätte die Kurse auch jederzeit wechseln können, falls sie einem doch nicht zusagten.

Meine Familie hat sich sehr viel Mühe gegeben, mich überall miteinzubeziehen, egal ob es beim Abendessen, beim Weihnachtsbaum-schmücken oder bei Ausflügen am Wochenende war. Ich hatte damit überhaupt keine Probleme mich zu integrieren; auch weil ich die Sprache relativ gut beherrschte. Wir sind beispielsweise ‚rockclimbing‘ gegangen oder waren Skifahren, was wirklich unglaublich viel Spaß gemacht hat! Über Weihnachten haben wir die Großeltern meiner Gastgeschwister besucht, wobei ich am Anfang ein wenig bedenken hatte..immerhin feiert man Weihnachten bei seiner Familie, und die Großeltern kannte ich gerade mal zwei Tage. Allerdings hat es mit ihnen so viel Spaß gemacht, v.a. weil man sich nicht verstellen musste, und ich glaube, in dieser Zeit bin ich der Familie doch noch näher gekommen. Ich fande all das so aufregend, dass ich nicht allzu oft an mein Zuhause und meine Famile in Deutschland denken musste. Außerdem habe ich dort auch relativ viel mit Freunden unternommen, wir waren entweder in der ‚mall‘ shoppen, in downtown spazieren, oder haben uns einfach ins starbucks gesetzt. ;)

Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit verging, und schwer zu glauben, dass ich mittlerweile schon wieder fünf wochen in Deutschland bin, habe mich aber auch schnell wieder eingelebt.
Ich habe viel dazugelernt, neue Leute kennengelernt, mit denen ich natürlich immernoch Kontakt habe; außerdem hat mir meine Gastfamilie auch Angeboten, sie jederzeit besuchen zu können.. :)
Meiner Meinung nach ist so ein Auslandsaufenthalt empfehlenswert, man lernt immer dazu, auch wenn es villeicht anders ist als man es sich vorgestellt hat.

 

Fotos zu diesem Bericht

Dein High School Aufenthalt - optimal mit GIVE
Seite: 1