Jana Borgmann berichtet von der Mark R. Isfeld Secondary School - Comox (British Columbia / Kanada)

Glücklicherweise ging mein Flieger morgens um 8 Uhr, somit ist man den ganzen Tag nicht aufgeregt. Unglücklicherweise hatte mein Flieger von Nürnberg nach Frankfurt, wo ich alle anderen Internationals getroffen habe, 90 Minuten Verspätung gehabt. Somit kam zu meiner Aufregung, Freude und Trauer auch noch Panik und Stress dazu. Letztendlich habe ich meinen Anschlussflieger doch noch erwischt und bis zum Schluss lief alles reibungslos. Am Flughafen hat mich dann meine ganze Familie abgeholt. Sie schien mir schon von Anfang an sehr sympatisch. Die ganze erste Woche war ich noch ziemlich müde. Alles war einfach neu, die Schule, die Leute, die Familie, die Umgebung… Mit Absicht habe ich Fächer gewählt, in denen man möglichst einfach Kontakte knüpfen kann, wie Kunst und Sport. Durch den International Dance gleich am Anfang habe ich sofort Freunde gefunden. Anfangs hat man meistens Lunch mit den anderen Internationals (Es waren auch viele Deutsche in meiner Schule) verbracht, aber ich habe möglichst schnell versucht mit Kanadiern etwas zu machen. Da es die ersten zwei- drei Wochen alles so anders ist, hatte ich schon öfter Heimweh und wollte eigentlich wieder nach Hause. Glücklicherweise habe ich mich aber gut mit meiner Familie verstanden und somit habe ich dann auch viel mit denen unternommen. Meiner Meinung nach ist die Familie in den ersten Wochen das Wichtigste, weil du dich manchmal alleine fühlst. Da ich auch zwei kleine Gastgeschwister hatte, war bei uns eigentlich immer was los und mein Hostvater als Lehrer hatte auch oft viele seiner Schüler abends zu besuch. Auch habe ich mich gleich in einem Feldhockey Verein angemeldet. Da lernt man auch nochmal einige kennen und man macht Sport. Meine Schule (Mark Isfeld Secondary) war die neuste in Comox Valley und bekannt für das große Sportengament. Da ich auch sehr gerne Sport in Deutschland mache, war die Schule eigentlich perfekt für mich; meine Sportkurse (PE und Fitness Knowlegg) hatte ich jeden Tag.  Mit allen Lehrern habe ich keine Probleme gehabt und sie waren auch sehr freundlich. Wir haben auch eigentlich jeden Monat einen Ausflug mit den anderen Internationals gemacht, wie zum Beispiel Ski/- oder Snowboardfahren, Tagesausflug nach Vancouver und Tofino… Das war eigentlich auch immer ganz witzig, aber man musste immer ziemlich früh aufstehen. An den Wochenenden war es anfangs ein bisschen langweilig, weil du einfach noch nicht so viel kanntest, aber nach kurzer Zeit wurde ich auf vielen Partys eingladen, oder man ist zusammen ins Kino oder Essen gegangen. Aber der Nachteil war, man musste eigentlich immer Geld ausgeben. Da ich so ein gutes Verhältnis zu meiner Familie hatte, habe ich auch viel mit denen Unternommen, zum Beispiel ein Wochenende in Victoria, ein anderes in Vancouver, außerdem waren wir auf Native Märkten, Segeln, der nächstgrößten Shoppingmall in Nanaimo und und und.. auch durften immer Freunde zu mir kommen und auch übernachten.

Insgesamt wollte ich eigentlich noch länger bleiben, da ich echt viele Freunde gefunden habe, mich mit meiner Familie so gut verstanden habe und gerne noch den Sommer in Kanada miterlebt hätte. Aber leider kann man nicht alles haben ;)!

Zusammenfassend finde ich, dass der Auslandsaufenthalt von vielen immer nur so gut angesehen wird und es nie etwas Schlechtes gibt, was aber nicht stimmt. Anfangs vermisst man seine ganzen Freunde und vor allem Familie schon sehr, auch gibt es viele Sachen die einfach nicht so üblich sind wie in Deutschland (Z.B. Infrastruktur, die lernt man richtig zu schätzen wenn man wieder in Deutschland ist). Auch habe ich mitbekommen, dass viele meiner Freunde unzufrieden mit der Familie sind und schon ein paarmal gewechselt haben. Also man muss echt Glück haben und auch offen und anpassungsfähig sein, sonst hat man´s nicht so einfach dort.

Trotzdem würde ich es immer wieder machen und danke meiner Familie und meinen Freunden und natürlich Give, die mir eine so gute Familie ausgesucht hat.

Viel Spaß bei eurem Auslandsaufenthalt

Gruß Jana

 

Fotos zu diesem Bericht

Dein High School Aufenthalt - optimal mit GIVE
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