Marlene Stark berichtet von der Garibaldy Secondary School - Maple Ridge (British Columbia / Kanada)

Mein Name ist Marlene und ich war vom 31. Januar bis zum 4. Juli  in Maple Ridge, BC in Kanada auf der Garibaldi Secondary School.

Wie ich darauf gekommen bin genau dorthin zu gehen? Zuerst wollte ich, muss ich leider sagen, in die USA gehen, weil man eine bestimmte Vorstellung davon hat, aus Kaugummi-Kitsch-Filmen, aber da ich mich erst spät dafür entschieden hatte ins Ausland zu gehen, waren alle Plätze schon belegt. GIVE hat mir also noch Kanada und Neuseeland angeboten. Ich habe mich aus dem Bauch heraus für Kanada entschieden, dabei wusste ich rein gar nichts über dieses riesige Land.

Jedenfalls stand ich dann ein paar Monate später am Flughafen in Frankfurt und stieg in den Flieger nach Kanada. Ein unbekanntes Land, in dem ich noch nie zuvor gewesen bin, fremde Leute und eine „neue“ Familie lagen vor mir.

Eigentlich denkt man, dass man nach der Ankunft von allem erschlagen wird, doch das war bei mir nicht der Fall. Die Landschaft war sehr anders als in Deutschland. Viele große Berge ganz in der Nähe, weite Felder und Wiesen, Wälder, Flüsse und Seen wechselten sich ab.

Meine Gastfamilie bestand aus Mutter, Vater, einer Tochter in meinem Alter, einer 21-jährigen Tochter und einer coreanischen Austauschschülerin. Ich kam mit Allen super zurecht, natürlich gab es auch mal Streit weil ich zu spät nach Hause kam oder  vergessen hatte anzurufen, jedoch fühlte ich mich dazugehörig und wie ein Familienmitglied. Am ersten Wochenende nahm mich meine Familie auch gleich mit auf die „Chinese New Year Parade“ in Downtown Vancouver, die jährlich am ersten Tag des, im chinesischen Kalenders, ersten Monats stattfindet.

Mit meiner Hostmom verstand ich mich besonders gut und wir unternahmen viele Dinge zusammen, was sehr gut war, da ich anfangs ja noch fast niemanden kannte.

Im Schulgebäude verlief ich mich am Anfang immer, später, als ich mich besser auskannte fiel mir dann auf wie klein meine Schule eigentlich war. Ich bemerkte, dass in der Schule das Verhältnis zwischen Schüler und Lehrer ganz anders war als in Deutschland, viel positiver und persönlich.

Gleich am ersten Tag in der neuen Schule lernte ich eine Brasilianerin kennen, die auch neu war. Nach wenigen Wochen war sie dann zu einer meiner besten Freundinnen in Kanada geworden. Meine beste Freundin jedoch war Courtney, eine Kanadierin, mit der ich die tollsten Dinge erlebte. Einmal fuhren wir zusammen nach Whistler, welches das größte Skigebiet der Welt ist und einfach unbeschreiblich für mich war. Ich hatte großes Glück, dass ich die Chance hatte dort hin zu fahren und die unglaublichen und weiten Berge zu erleben. Für alle Skibegeisterten ist das der größte Traum und er ist in Kanada für mich in Erfüllung gegangen. 

Außerdem bot der Schuldistrict diverse Ausflüge an, die ich nur empfehlen kann, beispielsweise den Besuch eines traditionellen Hockeyspiels, was auf keinen Fall verpasst werden sollte oder ein Trip nach Victoria, was die Hauptstadt von BC ist.

Langweilig wird es in Kanada also nie, besonders nach einiger Zeit wenn man Freunde und Klassenkameraden kennengelernt hat und dann so ziemlich jeden Tag nach der Schule mit ihnen verbringt.

Alles in Allem war Kanada eine wunderbare Erfahrung für mich, auf die ich nicht hätte verzichten wollen. Natürlich muss man auch mal damit rechnen, dass etwas schief geht. Aber man lernt daraus und wird flexibler und spontaner, denke ich. Ich kann auch allen nur dazu raten euch dazu entscheiden ins Ausland zu gehen, egal wohin!

Viel Glück an alle und ich hoffe meine Erfahrungen haben euch weitergeholfen