Anna Bitzigeio berichtet aus Napier (Nordinsel / Neuseeland)

Hallo,

Ich bin Anna und ich habe ein Jahr, von Juli 2010 bis Juli 2011, in Napier auf der Nordinsel Neuseelands verbracht .Ich bin im Juli 2010 zusammen mit vielen anderen Deutschen nach Wellington geflogen. Dort hatten wir erst mal eine Vorbereitungswoche um richtig anzukommen, den Jetlag zu verarbeiten und uns an das Leben unter Kiwis zu gewöhnen. Nach einer Woche in der Hauptstadt ging es dann nach Napier wo mich meine Gastfamilie und meine Homestay Coordinatorin der Schule abholten. Nach einiger Zeit stellte sich allerdings heraus, dass meine Gastfamilie nie richtig Zeit für mich hatte und nachdem mein Gastopa auch noch starb, beschloss ich die Gastfamilie zu wechseln. Das war im Nachhinein die beste Entscheidung die ich machen konnte denn ich wechselte in die beste und netteste Gastfamilie, die man sich nur vorstellen kann. Ich kann nur jedem raten die Familie zu wechsel wenn es nicht klappt, weil oftmals die Chemie einfach nicht stimmt und man sich dann nur ein unglaubliches Jahr vermiest. In meiner neuen Gastfamilie hatte ich außer meinen Gasteltern noch eine Gastschwester aus Korea(16) und 3 ältere Gastbrüder. Mit meiner Gastmutter verstand ich mich sofort und ich verbrachte die meiste Zeit mit ihr. Da einer meiner Gastbrüder in Wellington studierte sah ich die Hauptstadt in den nächsten Monaten noch öfters und meine Gasteltern haben immer viel mit mir unternommen. Zum Beispiel  waren wir eine Woche in Rotorua in den Osterferien. In den Sommerferien machte ich alleine eine 2 wöchige Reise mit der Reiseorganisation „Flyingkiwi“, die mich von Christchurch nach Nelson durch die einzigartige Landschaft der Südinsel führte. Das war wirklich super und  ich kann es jedem nur empfehlen.

Aber mein Leben dort bestand natürlich auch aus der Schule, die jeden Morgen um 8.45 losging und um 3.15 fertig war. Ich ging zusammen mit ca. 1000 anderen Schülern auf die Taradale High School in Taradale. Dort gab es noch mehrere ausländische Schüler vor allem aus Asien, Brasilien,Italien oder Frankreich wodurch man viel über andere Kulturen gelernt hat. Die Fächerauswahl in Neuseeland ist so riesig, dass jeder seinen speziellen Interessen nachgehen kann. Vor allem Kunst und Sport wird in den neuseeländischen Schulen viel mehr gefördert und bilden zusammen mit Kochklassen, Woodwork oder Japanischunterricht  die optimale Schulform wo jeder etwas  findet, dass ihm Spaß macht. Dadurch ging mein Jahr in Neuseeland noch viel schneller rum, weil die Schule einfach so interessant war und viel Spaß gemacht hat. Nach der Schule konnte man außerdem noch viele Sportaktivitäten ausüben, so dass es nie langweilig wurde. Einmal in der Woche hatte alle Schüler, außer die 13er, andere Sportaktivitäten wie Surfen, Zumba oder Golf .Wenn ich mich nach der Schule nicht mit meinen Freunden getroffen habe bin ich meistens ins Fitnessstudio, zum Yoga oder zum Gitarrenunterricht gegangen.

Die Schule in Neuseeland ist insgesamt viel einfacher und die Beziehung zwischen  Schülern und Lehrern auch viel besser als ich es in Deutschland gewohnt war. Die Schüler sind alle sehr nett und helfen immer gerne. Um allerdings feste Freundschaften zu schließen muss man meistens schon selber die Initiative ergreifen und sie ansprechen. Danach nehmen sie einen allerdings schnell in alte Freundeskreise auf. Viele meiner kiwifreunde hatten den Führerschein was es immer einfacher machte zum Strand, ins Kino oder in die Stadt zu kommen, wodurch auch die Wochenenden immer schnell vorübergingen.

Viele nette Leute, die unglaubliche Landschaft Neuseelands  und interessante Fächerkombinationen in der Schule haben mein Auslandsjahr zu einem unglaublichen Jahr gemacht, dass ich nie vergessen werde und an das ich viele schöne Erinnerungen habe.

Also wenn ihr euch noch nicht für ein Land entschieden habt kann ich nur sagen, dass Neuseeland sich auf jeden Fall lohnt. Also viel Spaß!



Weitere interessante Links:
Ferienwohnung an der Ostsee in direkter und ruhiger Strandlage

 

Fotos zu diesem Bericht

Dein High School Aufenthalt - optimal mit GIVE
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