Janina Marie Scherer berichtet vom Glenfield College - Auckland (Nordinsel / Neuseeland)

Hallo,

ich weiß nicht so recht wo ich anfangen soll da alles perfekt gelaufen ist in meinem Auslandsaufenthalt in Neuseeland und da es einfach viel zu viel zu erzählen gibt. Aber ich denke ich fange einfach mal von ganz vorne an..

Es war so weit, der große Tag war gekommen und ich bin mit meiner besten Freundin zusammen auf die Reise in ein noch unbekanntes Land gegangen. Der Abschied von meinen Freunden und der  Familie viel mir sehr schwer. Doch da die Aufregung überwog konnte ich den Schmerz vorerst unterdrücken. Im Flugzeug habe ich natürlich kein Auge zugedrückt. Aber dann war es endlich soweit und mein Gastpapa und meine Gastschwester haben mich  vom Flughafen abgeholt. Mit der Verständigung hat es noch nicht so ganz geklappt ich konnte zwar ein bisschen Englisch sprechen aber als ich es dann im Alltag benutzen musste, fiel es mir doch schon schwer. Meine Gastfamilie hat mich so herzlich aufgenommen, sodass ich nach 2 Wochen NZ schon gar nicht mehr nach Hause wollte. Die Einführungswoche lief auch super; klar war noch alles ungewohnt und ich bin mir echt komisch vorgekommen als ich nach Hause gegangen bin und meine Gastfamily mit dem Dinner auf mich gewartet hat.

Der erste Schultag auf Glenfield College. Zum Glück hatte ich gleich eine Gruppe Deutscher blonder Mädchen von der Einführungswoche gefunden, die alle super nett waren und wir waren der Hingucker der ganzen Schule. Sie waren alle soo super nett und haben sich gleich mal erkundigt ob alle Mädchen in Deutschland blond wären. Meine deutschen Freunde und ich hatten so viel Spaß wir haben Blumen geschenkt bekommen wurden von jedem zweiten zum Schulball gefragt. Es war einfach nur unvergesslich. Natürlich haben wir auch die ein oder andere Schulparty unsicher gemacht;) Anyway die Leute in der Schule sind oft zu uns gekommen und haben mit uns gemeinsam die Pausen verbracht. Irgendwann habe ich dann beschlossen mich mit den Year 13 anzufreunden, weil ich schon Freunde in Year 11 und 12 gefunden  hatte und in Year 13 habe ich auf die beste Mädchengruppe der Welt getroffen.  Wir waren jeden Tag zusammen es war immer was los mal Strand, mal shoppen(das ist dort auch definitiv nicht zu kurz gekommen)  und am Wochenende haben wir auch einfach mal einen Road Trip zu einem etwas weiter entfernt Strand gemacht. Wir sind ab und zu mal ins Kino und hatten oft DVD Abende gehabt.

Damit die beste Gastfamily der Welt nicht zu kurz kommt, muss ich hier nochmal erwähnen, dass ich für Sie wie eine Tochter geworden bin (das hat mir meine Gastmama zum Abschied gesagt). Ich hab viel mit meiner Gastschwester und meinen zwei Brüdern unternommen und war oft mit der ganzen Family mal in einer super Ferienwohnung am Stand oder mal in einer ganz tollen Jugendherberge am Fluss. Bei denen war immer was los, auch wenn ich nach Hause gekommen bin, es haben entweder meine Schwester oder die Freunde meines älteren Bruders auf mich gewartet. Wir hatten immer full house. Wie ich oben schon erwähnt hatte, wollte ich schon nach zwei Wochen nicht mehr zurück. Es war mir jedoch möglich meinen Aufenthalt von 6 Monaten um 3 Monate zu verlängern und das war soo gut. Ich habe keine einzige Sekunde bereut in NZ zu sein. Alle haben mir immer gesagt, dass nach 2 bis 3 Monaten der Alltag kommt bei mir war das nie so, ich hatte volle 9 Monate jeden Tag was Neues.

 

Der Abschied von meinen Kiwi Freunden, die mittlerweile zu Universität gehen fiel mir unglaublich schwer. Da diese zum Schuljahresende von der Schule gingen und ich weitere 3 Monate Schule vor mir hatte, wurde mir nochmal die Möglichkeit gegeben mich mit den neuen Year 13 anzufreunden und den Kontakt zu den anderen Seniors zu halten. Sie haben mich alle mit zum Flughafen begleitet. Natürlich fiel mir der Abschied von meiner Gastfamily umso schwerer da wir ein so gutes Verhältnis hatten. Auf meinem Rückflug war ich komplett auf mich allein gestellt. Das ist vielleicht nicht zu empfehlen. Ich war am Boden zerstört, da ich auch Probleme mit meinen Koffern hatte, da die durch das ganze shoppen an Gewicht zugenommen hatten. Aber zum Glück hat mir ein junges Ehepaar geholfen. Die Flüge nach Deutschland waren schrecklich. Ich habe von Auckland nach Singapore durchgehen geweint, (man muss bedenken dass der Flug 12 Stunden dauert) aber auch meine Sitznachbarn haben sich gut um mich gekümmert und mich zugedeckt und die Flugbegleiterinnen sind alle Stunde gekommen um zu fragen, ob alles okay war. Natürlich war es das nicht da ich immer noch Tränen in den Augen hatte. Der Landeanflug auf Frankfurt  hat sich komisch angefühlt da NZ mein zu Hause geworden ist und ich mit der Sprache super klar gekommen bin und einfach alles amazing warJ Ich bin jetzt seit zwei Wochen wieder hier habe mich noch nicht eingelebt aber es wir alles langsam wieder normal und ich gewöhne mich an alles. Es war ungewohnt sich wieder auf Deutsch zu unterhalten.  Jedoch rede ich fast täglich mit meinen Freunden aus NZ und die Telefonrechnungen werden auch immer höher;) Ich könnte eigentlich noch Stunden lang über das alles erzählen, was ich erlebt habe aber alles muss mal zum Ende kommen, falls ihr jetzt noch überlegt, ob ihr nach Neuseeland gehen wollt oder nicht..hört auf zu überlegen und geht einfach. Ich sage allen: so viel wie ich dort über Natur,  Menschen und die Sprache gelernt habe kann mir nicht mal die beste Schule der Welt beibringen. Es war unvergesslich und wird es immer bleiben.

 

Ganz liebe Grüße

Janina :)

 

 
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