Johanna Seelbach berichtet vom Orewa College - Orewa (Nordinsel / Neuseeland)

Kia Ora!

Seit gut einem Monat bin ich nun wieder in Deutschland und ich vermisse Neuseeland sehr. Mein Wunsch ist es nach dem Abitur irgendwann erneut nach Neuseeland zu reisen!

 

Doch beginnen wir mal von Anfang an.. Am 18.1. stand ich am Bremer Flughafen und sagte meiner Familie auf Wiedersehen bevor ich mich auf die große Reise machte. Es fiel mir vielleicht nicht ganz einfach, mich von meinen Freunden und meiner Familie zu verabschieden, doch die Vorfreude stieg und stieg. Als ich dann nach einer weiteren Stunde in Frankfurt ankam traf ich auf die ersten Leute, die mit mir nach Neuseeland geflogen sind. Es besänftigte mich ein bisschen wenn man weiß, dass man den Flug und die ersten Tage in Neuseeland nicht alleine verbringen muss und ein paar Leute dann schon vom Flug her kennt. Dann ging der große Flug los von Frankfurt nach Singapur und von Singapur nach Auckland. Ich muss sagen, dass der Flug echt nicht schön ist, weil er wirklich elend lang ist. Es ging jedoch alles gut und ich war gut in Auckland angekommen. Ich lernte meine erste Gastfamilie kennen, bei der ich für die Vorbereitungswoche untergebracht wurde. Ich verstand mich sehr gut mit ihnen und hatte auch kein Heimweh.

 

Eine Woche später ging es dann zur richtigen Gastfamilie nach Orewa. Ich war so aufgeregt wie noch nie, obwohl ich schon einmal mit ihnen vor meinem Besuch geskypt hatte. Treffpunkt war an meiner neuen Schule, dem Orewa College. Ein paar andere Schüler und ich stiegen aus dem Bus und wurden von den Gastfamilien nett empfangen. Als ich dann meine Familie um die Ecke kommen sah, hatte ich mich richtig gefreut, weil sie mich auch sofort in Arm nahmen und sagten, dass sie sich freuen mich hier zu haben. Solche Sätze können einem am Anfang viel weiterhelfen. Ich kam eigentlich sofort mit ihnen gut klar, obwohl es sich auch komisch anfühlte in einem komplett fremden Haus zu sein. Sie zeigten mir am nächsten Tag die Umgebung und meine Nervosität legte sich langsam.

Der nächste große Schritt war, auf eine völlig neue Schule zu gehen, wo man keinen kennt und auch noch auf einer anderen Sprache sprechen muss. Da meine Eltern früh zur Arbeit los mussten, musste ich den Schulbus nehmen. Leider auch am ersten Tag, wo ich wirklich nochmal sehr aufgeregt war. Der Busfahrer war jedoch sehr lieb zu mir und hatte mir noch ein paar Sachen erklärt, wo ich was finden würde auf der Schule. Ich stieg nun aus dem Bus aus und sah schon sehr viele neue Gesichter in Uniform. Ich suchte das Büro der Professorin auf, um mich vorzustellen. Als ich sie gefunden hatte, erzählte sie mir, dass es einen bestimmten Treffpunkt für alle neuen Internationals gibt. Ich begab mich dort hin und stellte mich nun auch dieser neuen Gruppe vor. Da alle neu waren, war es kein großes Problem neue Freundschaften zu schließen. Das Orewa College hat nebenbei auch einen guten Ruf dafür, dass neue Internationals sehr gut aufgenommen werden. Dazu möchte ich eine Person nennen, die immer für einen da ist an der Schule, wenn man Probleme hat. Miss Judy O'Grady hat mir bei Allem geholfen und alles für die Internationals organisiert. Ich war nun nicht die Einzige die das hörte, wodurch um die 40 Internationals auf diese Schule gingen. Anfangs dachte ich es wird so durch sehr schwierig für mich, neue 'Kiwi' Freunde zu finden, was sich aber nicht bewahrheitete. Dazu komm ich aber später..

Als nächstes durften wir unseren Stundenplan frei zusammen stellen. Ich hatte von meiner deutschen Schule gesagt bekommen, ich möge 3 Hauptfächer weiter belegen, damit ich bei einem halben Jahr nicht alles nachholen muss. Ich beschloss Mathe, Biologie und Englisch als meine 3 Hauptfächer zu wählen und durfte dann noch drei weitere Fächer frei wählen, wie Kochen, Nähen&Designen, Nz Studies (ein Fach,wo man viel über Neuseeland erfährt und auch einige Ausflüge macht-sehr empfehlenswert) und Tanzen. Ich war mit meiner Wahlentscheidung sehr zufrieden und konnte mit einem Lächeln in den nächsten Unterricht gehen. Dadurch, dass ich in meinen Kursen kaum oder wenig Internationals hatte, wurde ich sofort neben ein 'Kiwi' gesetzt, welches mir es erleichterte 'Kiwi'-Freunde zu finden.

Die Kiwis sind sehr offen, freundlich und hilfsbereit. Meine Freundin und Ich wurden nach ca. 2 Wochen an der Schule eingeladen mit Kiwis nach der Schule schwimmen zu gehen, was nicht hätte besser laufen könne. Ich fand neue Freunde und war rundum zufrieden. Manchmal wünsche ich mir nur, dass ich mit manchen Kiwis, wo sich erst am Ende eine richtige Freundschaft ergab, mehr gemacht hätte. Jedoch bin ich immernoch mit allen Kiwis in Kontakt, weil es mir auch wichtig ist, eine Freundschaft, auch wenn sie auf der anderen Seite der Welt ist, zu halten. Ich habe auch noch viel Kontakt zu meiner Gastfamilie. Ich skype sehr oft mit meiner Gastschwester und schreibe mit meinen Eltern über 'Whatsapp'.

Über die Natur in Neuseeland kann ich nur sagen 'Wow'. Die ist wirklich ein Traum, vor allem auf der Südinsel. Ich habe eine Reise auf die Südinsel gemacht, damit ich noch mehr Teile von Neuseeland, wenn ich schon einmal am anderen Ende der Welt bin, kennen lerne. Ich muss sagen, es war mit einer der schönsten Erlebnisse, die ich dort hatte. Die ganzen Berge und großen Seen waren wunderschön. Mein Highlight des ganzen halben Jahres fand ebenfalls auf der Südinsel statt. Der Fallschirmsprung aus dem Flugzeug..!! (Skydive) Ich werde dieses Erlebnis nie vergessen! Es war einfach irre, als der Mann an dem ich festgebunden war sagte, dass wir als nächstes springen. Er rutschte rüber zum Fenster und ich guckte nur aus dem Fenster raus und fragte mich, was ich hier oben machte und wie verrückt ich bin, so einen Sprung zu machen. Glücklicherweise, wurde der Sprung auf Video aufgenommen, wodurch ich mir immer wieder angucken kann, wie toll dieses Erlebnis war

Apropros Video- Meine Gastfamilie hat mir das beste Geschenk zum Abschied gemacht. Ein Video mit Fotos und kleinen Filmchen und Musik von meiner Zeit dort drauf. Es ist wirklich toll, wie unglaublich gut dieses Video geworden ist.

Zum Schluss kann ich nur nochmal sagen, dass es wirklich einer der besten Erfahrungen ist, die man machen kann. Nicht jeder hat die Chance sowas zu machen, also traut euch und geht!! Ich werde mich bestimmt noch ewig an meinen Auslandsaufenthalt erinnern, weil man sowas einfach nicht vergessen kann!! Ich wünsche euch viel Spaß, wenn ihr sowas machen wollt, denn ich kann sagen, dass es sich 100 % lohnt!

 

 

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