Julia Piecha berichtet vom Otumoetai College - Tauranga (Nordinsel / Neuseeland)

Ich bin Julia Piecha (17) und war für ein viertel Jahr in Neuseeland und der schönen Stadt Tauranga. Dort habe ich das Otumoetai College besucht.

Aber vielleicht fange ich mal lieber am Anfang an, als ich am 9.Juli am Flughafen in Nürnberg stand und schon total aufgeregt darauf wartete endlich in das Flugzeug zusteigen. Ich brauche vermutlich nicht zu erwähnen wie seltsam ich mich gefühlt habe, als mir endlich bewusst wurde, dass ich meine Familie erst in 3 Monaten wieder sehen werde, aber ich denke die Vorfreude hat das am Anfang etwas gedämpft. Als die Flüge (und vor allem die Wartezeiten an den Flughäfen) dann endlich von Nürnberg nach Frankfurt, von Frankfurt nach Singapur und schließlich auch von Singapur nach Auckland überstanden waren, wurde ich von meiner Gastmutter Ruth, bei welcher ich für die Vorbereitungswoche wohnte, in Auckland abgeholt. Dort blieb ich eine Woche mit einem weiteren deutschen Mädchen. Schon diese erste Woche war sehr vielversprechend mit all den Ausflügen und den lustigen Unterrichtsstunden in kleinen Gruppen. Wir haben in dieser Woche schon sehr viel von Auckland gesehen und viel unternommen.

Dann in Tauranga angekommen, wurde ich von der Schulkoordinatorin nach Hause gebracht, da wir das Glück hatten, dass es heftig stürmte. Meine Gastfamilie war einfach gigantisch! Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich eine so passende Familie finde und mich so wohl fühle. Meine Gastmutter Katherine hat sich nie gescheut mir zu helfen oder mir einen Gefallen zu tun, selbst wenn ich behauptet hatte, es wäre nicht nötig. Meine jüngste Gastschwester Sarah (8) hat mir den Alltag auch immer wieder erheitert. Mit den beiden älteren Kindern Scott (12) und Stacey (11) habe ich mich auch sehr gut verstanden. Und ich ging zusammen mit  Kris (oder besser Kurisu) , einer Japanerin, die ebenfalls bei meiner Gastmutter wohnte, jeden Montag bis Freitag Morgen zum College, das praktischerweise nur 5 Minuten von unserem Haus entfernt war. Und von den beiden Katern der Familie kann ich immer noch lustige Anekdoten erzählen.

Nun zur Schule: Nach dem 5-Minütigen Weg, den wir dann morgens aber doch nie gelaufen sind, da es so kalt war und Katherine sich hatte überreden lassen uns dort hinzufahren, war jeden Montagmorgen um 8 Uhr 30 im International Office ein International Assembly. Dort wurden tägliche Themen angesprochen und uns immer wieder nahe gelegt, dass Pünktlichkeit sehr wichtig ist. Man wies uns auch immer wieder darauf hin, was uns untersagt und was erlaubt war. Mittwoch um dieselbe Zeit wie montags gab es dann die Assembly des 12 Jahrgangs, in welchen uns 12 Klässlern Informationen über alle möglichen Aktionen der Schule und Schüler gegeben wurden. Die restlichen Morgen sollten wir Schüler um 8 Uhr 45 in unseren Formklassen sein, damit die Lehrer unsere Anwesenheit überprüfen konnten.

Der Unterricht war für mich persönlich nicht allzu anstrengend. Da meine Fächer (English Literary, Maths, Music Contemporary, Art Photography, Art Graphics und Drama) bis auf Mathematik und Englisch eher hauptsächlich Spaß machten, hatte ich nicht all zu viel zu tun. Allerdings durfte ich dennoch 6 Exams am Ende des Terms schreiben. Zu den Lehrern fällt mir spontan ein, dass alle sehr freundlich und hilfsbereit waren und ich habe mich mit allen sehr gut verstanden. Es war immer sehr lustig mich mit ihnen zu unterhalten und etwas zu plaudern, Gelegenheiten gab es ja immer wieder. Am Otumoetai College gab es Uniformpflicht, aber wer sich für einen kurzen Aufenthalt keine neue Uniform kaufen will, kann sie auch aus zweiter Hand kaufen und am Ende wieder verkaufen.

Dann gibt es noch einiges zu Neuseeland und Tauranga an sich zu sagen. Tauranga ist eine sehr schöne Stadt und die Innenstadt ist es auf jeden Fall wert einige Male besucht zu werden. Meine Freunde ich waren auch recht häufig dort und für alle, die es uns gleichtun wollen, lässt sich auf jeden Fall die Smartride Buskarte empfehlen mit der es sich billiger Bus fahren lässt. Wenn ich schon bei Busfahren bin, nie hätte ich gedacht, dass es auch so freundliche Busfahrer gibt. Eine wahre Wohltat im Gegensatz zu den deutschen Busfahrern. Die Neuseeländer an sich sind ein sehr freundliches Volk.

Wer Interesse hat mehr darüber zu erfahren darf gerne auf www.julia-goes-aotearoa.jimdo.com schauen und mir dort auch gerne Fragen stellen.

 

 

Fotos zu diesem Bericht

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