Nora Haulle berichtet vom Onslow College - Wellington (Nordinsel / Neuseeland)

Aotearoa- the land of the long white cloud

Am 22.07. begann mein bisher größtes Abenteuer. 6 Monate Neuseeland und natürlich war die Freude groß! Den langen Flug habe ich ziemlich gut überstanden, da viele andere „Abenteurer“ mit mir geflogen sind und wir die gleichen Freuden und Sorgen, ob es auch die richtige Entscheidung war, teilten. In Wellington gelandet wurden wir auch gleich mit dem sehr typischen Wellington Winter Wetter begrüßt, d.h WIND und Nebel, was aber schnell zur Nebensache wurde, da ich auf das erste Zusammentreffen mit meiner neuen zukünftigen Familie hingefiebert habe.

Meine Gastfamilie war super nett und wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. In der ersten Woche hat noch ein anderes deutsches Mädchen mit bei meiner Familie gewohnt, was den Einstieg nochmal erleichtert hat, weil man nicht ganz „alleine“ war. Gleich am selben Abend musste mein Gastvater auch schon wieder nach Auckland fliege, um dort zu arbeiten. Ihn habe ich leider immer nur an den Wochenenden gesehen.                              In der allerersten Woche fand dann die Preparation week von GIVE zusammen statt, wo wir alle noch mit vielen wertvollen Informationen ausgestattet wurden. Zusammen mit allen anderen „Neuankömmlingen“ wurde uns Wellington und die neuseeländische Kultur und Lebensweise näher gebracht

Und dann kam auch schon der erste Schultag. Die Schule dort fängt um 8:45 am an, das ist ziemlich angenehm, und hört um 3:10 pm wieder auf. In meiner ersten Woche am Onslow College, habe ich einige Einstufungstest schreiben müssen, um zu gucken in welche ich kommen kann. Und ENDLICH hatte ich „real classes“. Alles war so anders, aber trotzdem so gleich.

Das Verhältnis zu meiner hostfamily wurde immer und immer besser und langsam war man schon fast ein vollwertiges Familienmitglied und kaum noch aus der Familie wegzudenken. Mein Heimweh hielt sich ziemlich in Grenzen, weil ich fast keine Zeit hatte über Deutschland nachzudenken und so wurde mir auch schnell klar, dass ich länger bleiben möchte. Nach einem Anruf bei GIVE wurde mein Aufenthalt um 3 ½ Monate (ein weiterer Schulterm) auf ein dreiviertel Jahr verlängert.

Da ich im neuseeländischen Winter angekommen bin, war es eisig kalt und der stetige Wind hat alles nur noch kälter gemacht. Und dann… Sonntag Abend, meine Gastmum und standen in der Küche und haben zusammen gebacken und ganz plötzlich fängt es an zu schneien! Am nächsten Tag in der Schule haben die students ihre erste Schneeballschlacht gemacht. Sie haben sich so gefreut, weil es normalerweise dort so gut wie nie schneit. Viel zu schnell ging auch schon der erste Term vorbei und wir hatten „spring break“. Während dieser Zeit fand auch die Rugbyweltmeisterschaft statt und Neuseeland war im Ausnahmezustand. Bei mir zu Hause lief der sports channel Tag und Nacht. Für mich bedeutete es dann, ich musste so schnell wie möglich die Rugby-Regeln lernen, die mir mein Gastdad beigebracht hat. Mit diesem Wissen machte das Zuschauen schon gleich noch mehr Spaß! Am Ende der Ferien hatten es die ALL BLACKS bis ins Finale geschafft und dann dieses dann auch noch gewonnen. NEW ZEALAND IS THE NEW RUBGY WORLD CHAMPION!!!!

Dann hieß es auch schon wieder ab in die Schule. Da sich alle Kurse auf ihre final exams vorbereitet hatten, welche am Ende von Term 4 stattgefunden haben, hatte ich nur ca. zwei Wochen Schule. Daraufhin bin ich mit 9 weiteren International Stundets von meiner Schule in den Tongario National Park gefahren und haben dort an einem Outdoor Programm teilgenommen. Und es hat sich echt gelohnt, denn wir haben so viel verschiedene Sachen gemacht und sind als Gruppe richtig zusammengewachsen. Nach diesem 5 wöchigen Trip, wurde vom Onslow College ein zwei wöchiges“ International Program „ angeboten mit vielen Aktivitäten. Wir waren zum Beispiel Go-Cart fahren, im Kino, Klettern, an ein paar verschiedenen Lord of the Rings Drehorten in Wellington, Motorboot fahren und noch vieles mehr! Alles in allem sehr schöne 2 Wochen, doch es sollte noch besser werden.

Zusammen mit einer Freundin hatte ich eine 15-tägige Tour über Nord- und Südinsel mit active planet geplant und IT WAS JUST AMAZING!! Ich habe somit nochmal ein besseren Eindruck von Neuseelands Schönheit bekommen und viele super schöne Plätze und Orte entdeckt. Am Ende meiner Reise hab ich mich sogar überwunden einen Bungy Jump (134m) und einen Skydive zu machen, was zwei ganz besondere Highlights waren und die ich niemals vergessen werde! Danach hatte ich mehr als 2 Monate Sommerferien, die gingen dann aber auch ziemlich schnell um, weil ich einfach immer nur auf Achse war. Weihnachten am Strand zu feiern war ein weiteres ganz besonderes Erlebnis, welches für immer in meiner Erinnerung bleiben wird!

Anfang Februar fing dann das Schulleben wieder von vorne an und komischer Weise war alle ganz anders als es vorher war. Aber noch viel besser! Von Tag zu Tag kam ich mit immer mehr Kiwis in Kontakt und wurde sofort von der neuseeländischen Locker- und Offenheit angesteckt.

Viel zu schnell war dann auch dieser Term 1, für mich der letzte wieder vorbei und es hieß Koffer packen. Es ist mir schrecklich schwer gefallen mich von Land und Leuten, aber insbesondere und von meiner neuen Familie, zu verabschieden.

Mittlerweile bin ich schon seit fast einem halben Jahr wieder im deutschen Alltag und das Schulleben hat mich wieder eingeholt. Erst langsam realisiere ich was genau ich gemacht habe und ich die beste Zeit meines bisherigen Lebens in Neuseeland verbracht habe. Ich habe jede Sekunde genossen und bin total froh, dass ich mich diesen großen Schritt gewagt hab zu gehen! Aber auch darüber, dass ich meinen Aufenthalt verlängert habe. Ich empfehle es jedem weiter. Ihr werdet eine super tolle Zeit erleben und so viele neue Sachen erleben und machen. Wenn ich jetzt alles noch einmal machen könnte würde ich alles genauso machen wie ich es getan habe, bis auf den kleinen Unterschied, dass wenn ich die Wahl hätte, ich eher am Anfang des neuseeländischen Schuljahres einsteigen würde, also im Januar/Februar, und nicht in der Mitte des Schuljahres. Es gibt noch so viele andere tolle Sachen, die ich erlebt habe, allerdings wäre es viel zu viel um alles aufzuschreiben

 

 

Fotos zu diesem Bericht

Dein High School Aufenthalt - optimal mit GIVE
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