Pia Laker berichtet vom Orewa College - Orewa (Nordinsel / Neuseeland)

Mein Auslandsaufenthalt in Neuseeland

Mein Name ist Pia Laker, ich bin 17 Jahre alt und war sechs Monate in Neuseeland. Ich kann behaupten, dass es die aufregendste und erfahrungsreichste Zeit meines Lebens war.
Am besten fange ich ganz am Anfang an.

Für mich begann meine große Reise nach Neuseeland bereits beim Packen. 2 Trolley waren voll mit Kleidung und 4 Kilo Gastgeschenken.
Ich war mir sehr unsicher, was ich alles mitnehmen musste, am liebsten den halben Kleiderschrank, doch 2x23Kg waren schnell ausgeschöpft.

Am Flughafen in Hannover angekommen, wurde ich von Minute zu Minute immer nervöser, doch Gott sei Dank kam gleich ein Mitarbeiter von Give, der uns alle bei dem Flug betreut hat.
Der Abschied fiel mir komischer Weise gar nicht so schwer, wie ich vorher befürchtet habe, denn die Spannung und Neugier überwog.
Der Flug nach Neuseeland über London und Los Angeles verging sehr ruhig. Ich hatte meinen eigenen Fernseher mit einem breiten Angebot an Filmen, Musik und Spielen.
Je näher wir Auckland kamen, desto aufgeregter wurde ich.
       
Meine erste Gastfamilie (Orientierungswoche) wartete bereits am Flughafen in Auckland auf mich. Nach der Begrüßung fuhren wir alle zusammen in das neue Zuhause für die nächsten sieben Tage. Meine Gastfamilie war ein super-liebes älteres Ehepaar, was sich um mich wie ihr Enkelkind gekümmert hat. In der Familie waren noch zwei andere Austauschschüler, die mit mir zusammen dort die Orientierungswoche verbrachten.
In der ersten Woche habe ich viele Ausflüge gemacht wie den Skytower und die Insel Rangitoto besichtigt. Zudem war ich im Maori-Museum und am Piha-Beach.
Nach einer Woche hieß es leider wieder ´Good Bye` :( Wir verabschiedeten uns, doch die Spannung und Neugier auf die “richtige” Gastfamilie überwog.

An der Schule angekommen, suchte ich nach meiner Gastfamilie, die aus meiner Gastmutter Liz, meinem Gastvater John, den Gastgeschwistern Marijke, Jos und Marcel und meinem Gastopa Joe bestand. Wie haben viele Unternehmungen gemacht, wie zum Beispiel einen Yacht-Ausflug mit anschließendem Picknick und einen Tag am Piha-Beach. Aufgrund der direkten Lage am Meer sind wir abends nach dem gemeinsamen Essen an den Stand zum Surfen gefahren.
 
Meine Schule war das Orewa College, eine sehr große Schule mit etwa............ Schülern. Ich hatte zuvor die Befürchtung, dem Unterricht nicht folgen zu können, doch zu meinem Erstaunen hatte ich keine Probleme. Es gab speziell für uns “Internationals“ eine Ansprechpartnerin an unserer Schule – UNSERE JUDY! :)  Sie war die liebste und hilfsbereiteste Person, die ich kenne. Bei Fragen und Problemen stand sie uns immer mit Rat und Tat zur Seite. Das Schulsystem in Neuseeland besteht aus anderen Fächern, wie zum Beispiel Fashion, Catering und Building and Construction. Es müssen sieben Fächer gewählt werden, wobei Mathe nicht verpflichtend ist! Zu den sieben Pflichtfächern gibt es noch Nachmittagsaktivitäten, wie zum Beispiel Musikunterricht, Chor, Kunst oder Sport.
Das Sportangebot am Orewa College ist sehr vielfältig. Ich habe Sportarten wie Surfen und Rugby ausprobiert und dort viele neue Schüler kennengelernt.
Nach der Schule haben wir uns auch am Strand zum Schwimmen und Relaxen verabredet oder zum Shoppen in der Nachbarstadt. Dies ist die typische Freizeitbeschäftigung der Kiwis.

Um mehr von meinem Gastland zu sehen, beschloss ich eine Südinseltour in den zweiwöchigen Termferien zu machen. Die Tour war das Hightlight meines Auslandsaufenthalts. Die Südinseltour begann in Wellington, wo wir mit der Fähre nach Pikton übersetzten. Am nächsten Tag ging es weiter nach Kaikoura, wo wir die Möglichkeit hatten, Wale und Robben zu besichtigen und mit Delfinen zu schwimmen. In Nelson konnten wir uns ein richtiges Rugby-Spiel anschauen.
Campen im Abel Tasman Park mit anschließendem Kayaking stand auch auf dem Programm. Eine wunderschöne Landschaft! Das anschließende Lagerfeuer in Greymouth rundete den Tag ab. Ein schönes Erlebnis war der Helikopterflug auf den Gipfel des Franz Josef Gletschers.
Meine Südinseltour endete in Queenstown mit dem Nevis Swing und einem Skydive.

Für alle diejenigen, die nicht wissen, ob ein Auslandaufenthalt das richtige für sie sei - ich kann nur sagen: Es ist etwas ganz Besonderes und wenn ihr die Chance habt, dann nutzt sie auch!!!
 
 
 
Dein High School Aufenthalt - optimal mit GIVE