Armin Vinçon berichtet aus Havelock North (Nordinsel / Neuseeland)

Ich heiße Armin Vincon und bin 16 Jahre alt. Schon vor ein paar Jahren stand für mich fest , dass ich einen Sprachaufenthalt in Neuseeland machen wollte. Meine beiden Schwestern waren dort und schwärmten von der Landschaft sowie von der Gastfreundschaft und der gesamten Atmosphäre. Da auch meine ältere Schwester schon mit GIVE nur gute Erfahrungen gemacht hatte, war klar, dass ich darüber meinen Aufenthalt planen und verwirklichen würde. Wie zu erwarten, lief alles dann wie am Schnürchen und es ging los:

Nachdem meine Reisegruppe, bestehend aus Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland, sich in Frankfurt auf dem Flughafen getroffen hatte, flogen wir über Singapur nach Neuseeland. Dort nahmen wir alle zunächst in Wellington an einem Vorbereitungsseminar für die deutschen Schüler teil. Bereits bei diesem Seminar wurde uns das Gefühl vermittelt, dass wir auch im Gastland gut betreut sind und wir jederzeit einen Ansprechpartner haben, der uns bei Problemen helfen kann. Das Vorbereitungsseminar wurde von zwei neuseeländischen Studenten geleitet. Sie gaben uns einige wichtige sprachliche Tipps  und wir bekamen auch sonst noch Informationen zu den Traditionen und der Kultur der Neuseeländer. Aber das Vorbereitungsseminar bestand nicht nur aus Unterricht: Im Anschluss an die morgendlichen Unterrichtsstunden unternahmen wir nachmittags auch immer noch Ausflüge  oder erkundeten die Gegend in Kleingruppen mit den anderen deutschen Austauschschülern. So fuhren wir zum Beispiel mit dem bekannten „Wellington Cable Car", einer alten Zahnradbahn.

Nach einer Woche flogen wir dann zu unseren jeweiligen Wohnorten in Neuseeland. Am Zielflughafen angekommen, wurde ich schon von den Betreuern an meiner Schule und meiner Gastmutter begrüßt, die meine neue „Familie“ war – ohne Gastgeschwister und Gastvater. Das bisschen Herzklopfen, wie man sich wohl versteht bzw. auch sprachlich sich verständigen kann, erwies sich als unbegründet: wir kamen prima miteinander aus. Ich wurde wie ein Sohn behandelt, die erwachsenen Kinder meiner Gastmutter wohnten nicht mehr zu Hause. Mein Englisch entwickelte sich binnen ein, zwei Wochen so, dass ich mich wirklich zu Hause fühlte.

Am ersten Schultag wurde ich wieder von den beiden Betreuern in Empfang genommen und man zeigte den neuen Gastschülern die Schule. Nachdem wir die Schuluniform gekauft hatten, ging es auch schon mit dem Unterricht los. Unterrichtsfächer wählen, sportliche Aktivitäten aussuchen, musikalische Ausrichtung erkunden. Ich konnte eine Geige ausleihen und gleich im Orchester mitspielen. Anders als bei uns kann man nämlich in Neuseeland viel mehr die einzelnen Fächer nach seinen eigenen persönlichen Neigungen ausrichten und auswählen.

Ein Lehrer ist ausschließlich für die Betreuung der Gastschüler zuständig. So konnten Probleme sofort immer gelöst werden und ich hatte nie das Gefühl, allein gelassen zu sein.

Die Schule war aber nicht nur für Unterrichtsstunden da: Über meine Schule, die Havelock North High School, unternahm ich oft Ausflüge, die teilweise speziell für die internationalen Schüler organisiert waren. Die Schule bot sowohl Touren zu touristischen Attraktionen als auch sportlich orientierte Touren an. So nahm ich beispielsweise an einer zweitägigen Wanderung in dem neuseeländischen „Outback“ teil. Mit der Familie meines Betreuungslehrers durfte ich ein Wochenende in dessen Wochenendhaus am Lake Taupo verbringen. Wir angelten Forellen, die anschließend natürlich fangfrisch zubereitet wurden!

Andere Gruppen besuchten Rotoroa, ein Touristenziel, wo die Lebenskultur der ursprünglichen Bewohner Neuseelands, der Maori, gezeigt wird. Ich war dort mit meiner Gastmutter. Beeindruckt war ich vor allem von der Schafschur, die dort auch präsentiert wurde.

Das Leben in Neuseeland und die Neuseeländer habe ich als sehr angenehm empfunden: Es ist mir aufgefallen, dass die Neuseeländer sehr gastfreundlich sind und alle Personen sehr gerne in ihre Gruppierungen aufnehmen und willkommen heißen. Ich hoffe, dass der Kontakt, der speziell zu meiner Gastmama seitdem per E-mail weiterbesteht, sich möglichst lange hält.

Für mich war Neuseeland eine tolle Zeit mit vielen neuen Eindrücken, sprachlich ein Gewinn und einem Gefühl, jederzeit sicher und gut angenommen zu sein.

 

Fotos zu diesem Bericht

Dein High School Aufenthalt - optimal mit GIVE
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