Laura Mauderer berichtet vom Western Springs College - Auckland (Nordinsel / Neuseeland)

Kia Ora !

Am 21.Juli war es endlich soweit , ich stand am Nürnberger Flughafen um meine lang ersehnte Reise nach Neuseeland anzutreten. Da ich mich schon in der Woche zuvor , bei einer kleinen Feier von meinen Freunden verabschiedet hatte , hatte ich genügend Zeit um mich seelisch auf den eigentlichen Abschiedstag einzustellen , ohnehin war ich viel zu aufgeregt um wirklich traurig zu sein , die Vorfreude war einfach zu groß .

Der eigentliche Flug war dann ziemlich komisch , ich hatte die ganze Zeit das Gefühl mein gesamtes Leben in meinen Koffer gepackt zu haben und nichts zurück gelassen zu haben .Ich konnte leider nicht wirklich schlafen und so wurde es mit der Zeit auch sehr schwierig die vielen Fragen die mir im Kopf herum gingen zu unterdrücken. Glücklicherweise aber hatte ich schon zwei sehr nette Mädls am Nürnberger Flughafen kennen gelernt , sodass ich weder bei den Stopps in Frankfurt noch in Singapore wirklich allein war , ohnehin bin ich in einer großen Gruppe mit anderen Schülern von GIVE geflogen , weshalb der Flug letzten Endes erträglich war.

Als wir endlich in Auckland ankamen , wurden wir sehr nett von Brenda und Stephanie empfangen , zwei Frauen , die während unseres Aufenthaltes uns für Fragen zur Verfügung standen und uns bei jeder Art von Problemen behilflich waren . Von ihnen bekamen wir erst eine kurze Einführung und danach wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt.

Mit meiner Gastfamilie hatte ich wirklich Glück , ich hatte eine Traumfamilie mit Mutter , Vater und einem 12-jährigen Sohn , mit dem ich mich von Anfang an super verstanden habe , allgemein war meine Gastfamilie immer super nett und haben einen sehr großen Teil zu meinem neuseeländischen Leben beigetragen .

In der ersten Woche meines Aufenthaltes hatten wir eine Vorbereitungswoche , die uns auf das alltägliche neuseeländische Leben vorbereiten und die Tücken und Besonderheiten der Sprache näherbrachte . Außerdem hatten wir die Möglichkeit schon vorher Leute kennen zu lernen , die im gleichen Stadtbezirk lebten , oder auf die gleiche Schule gingen .

Nach dieser ersten Woche begann für uns die erste Schulwoche. Ich ging auf das Western Springs College , das ich nach einer kurzen morgendlichen Busfahrt erreichte . Ich besuchte dort die 12 Jahrgangsstufe und musste am ersten Tag erst einmal meine fünf Fächer festlegen. Meine Entscheidung fiel auf maths , english , biology , philosophy , history und art. Allerdings kann man weder den Schulalltag noch die Lehrer mit Deutschland vergleichen. Die Lehrer  werden schon fast als Freunde gesehen , die sich auch gerne mal während einer Stillarbeitszeit zu dir setzten und sich ein bisschen mit dir über kulturelle Unterschiede unterhalten , außerdem ist es schon fast Gang und Gäbe , dass die Lehrer geduzt werden , was mir durchwegs positiv auffiel . Auch wird die Schule in Neuseeland nicht ganz so ernst gesehen und es geht oft einfach mal darum auch wirklich Spaß am lernen zu haben .

In meiner Schule waren wir ca. 15 deutsche Schüler , was es schwer machte wirklich enge Freundschaften zu Kiwi Schülern aufzubauen , aber da die Mentalität der Neuseeländer sehr offen ist und sie auch gerne bereit sind auf andere zuzugehen , wurde es mit der Zeit besser und ich fand auch einige sehr gute neuseeländische Freunde , mit denen ich dann meine Luch und Breaktimes verbrachte .

Natürlich durfte auch bei meinem Auslandsaufenthalt das Reisen nicht zu kurz kommen und so machte ich erst eine 4- Tages-Reise mit Aktiv Planet zu den Bay of Islands , die einfach den schönsten Momenten meines Aufenthalts gehört . Nicht nur , weil wir außergewöhnliche Sachen , wie Jetski fahren oder Sandboarden machten , sondern auch , weil wir eine unglaublich lustige und nette Gruppe waren und zusammen einfach eine tolle Zeit hatten . Kurz vor Ende meiner Zeit in Neuseeland flog ich dann noch mit zwei Freunden auf die Fiji Inseln , was ein wundervoller Abschied meines Abenteuers Neuseeland war .

Wenn ich nun auf meine Zeit im Paradies zurückblicke , bereue ich es wirklich kein Stück mich auf dieses Abenteuer eingelassen zu haben . Ich hatte eine unglaubliche Zeit , mit vielen neuen Erfahrungen , neuen Freunden und nicht zuletzt einer zweiten Familie am anderen Ende der Welt . Für alle die noch Zweifel haben , ich kann nur sagen MACHT ES ! ihr werdet es auf keinen Fall bereuen.

Liebe Grüße

Laura
 
Dein High School Aufenthalt - optimal mit GIVE